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title: "Insekten & Spinnentiere | UNESCO Biosphäre Entlebuch"
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description: "Im Entlebuch bieten feuchte Habitate optimalen Lebensraum für Libellen, darunter die geförderte Kleine Moosjungfer und seltene Arten wie die Hochmoor-Mosaikjungfer. Die Region beherbergt auch vielfältige Tagfalter und ist die Heimat der einzigen endemischen Art, dem Pseudoskorpion."
language: "de"
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Insekten &amp; Spinnentiere
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Libellen

Libelle\_Zweigestreifte Quelljungfer\_copyright\_Herbert\_Roos

**Libellen** sind wahre Flugakrobaten: Sie können abrupte Richtungswechsel vollziehen, in der Luft stehen bleiben oder sogar rückwärts fliegen. Das Entlebuch mit all seinen Feuchtwiesen und Mooren bietet Libellen einen optimalen Lebensraum, da diese für die Entwicklung ihrer Larven zwingend auf feuchte Habitate angewiesen sind. Bei uns finden sich einige seltene, an Moore gebundene Arten wie die **Hochmoor-Mosaikjungfer** oder die **Alpen-Mosaikjungfer**. Die  ist ebenfalls eine Bewohnerin von Hoch- und Übergangsmoore und im Vergleich zu den vorher genannten Arten im für sie geeigneten Lebensraum teils in hoher Anzahl vorhanden. Da sie unverwechselbar ist und gleichzeitig eine wichtige Schirmart für alle anderen Hochmoor-Libellen darstellt, wurde sie als Förderart der UNESCO Biosphäre Entlebuch ausgewählt.

 

 

Tagfalter

Tagfalter\_copyright\_Alfred\_Westenberger

Auch bei den **Tagfaltern** findet sich im Entlebuch eine grosse Artenvielfalt. Besonders erwähnenswert sind wiederum die seltenen, an Moore gebundenen Arten wie der **Hochmoor-Perlmutterfalter**, dessen Raupe sich einzig von der Moosbeere ernährt oder dem **Hochmoorgelbling**, dessen Raupe sich nur von der Rauschbeere ernährt. Viele Tagfalter bewohnen aber auch feuchte Wiesen und Weiden wie zum Beispiel unsere Förderart, der . Seine Raupe ernährt sich nur vom Schlangenknöterich, welcher nasse, mässig nährstoffreiche Standorte bevorzugt.

 

 

Pseudoskorpion - unser Endemit

Flohkrebs\_copyright\_Janine\_Wicki

Beim ***Pseudoblothrus thiebaudi*** handelt es sich, wie der Name schon sagt, nicht um einen echten Skorpion, sondern um ein ca. 2 mm langes Spinnentier, das nahe mit den Skorpionen verwandt ist. Diese Art wurde 1966 in einer Höhle der Schratteflue entdeckt und 1969 von Max Vachon das erste Mal beschrieben. Da die Art weltweit an keinem anderen Ort vorkommt, handelt es sich bei *Pseudoblothrus thiebaudi* um die einzige endemische Art der UNESCO Biosphäre Entlebuch.