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Dicke Wolle, neugierige Augen und ganz viel «Jööö»

Zu Besuch bei der Emscha Schafmilchgenuss in Entlebuch

Besucher werden stets in Scharen empfangen.

Besucher werden stets in Scharen empfangen.

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Viele kleine, noch kleinere und grosse Schafe begrüssen uns beim Eintritt in den Hof der Familie Hofstetter in Entlebuch. Auf 35 Hektaren Land hält und bewirtschaftet die Familie Hofstetter einen Hof mit über 250 Milchschafe, 63 Zuchtböcke und über 50 süsse kleine Lämmer. Bio-Knospe zertifiziert natürlich. Dieser Landwirtschaftsbetrieb mit über 500-jähriger Familiengeschichte direkt neben der neuen Emscha Käserei.

Emscha lebt Nachhaltigkeit – 100%!

Die Entlebucher Milchschaf (Emscha) steht für ein regionales Produkt aus 100% reiner Schafmilch höchster Qualität, welches naturbelassen verarbeitet und nachhaltig produziert wird. Die Produktionsstätte der Emscha, als Holz-Elementbau isoliert mit Schafwolle, war bereits vor dem Neubau im 2017 die erste Nullenergie-Käserei der Schweiz. Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema für Emscha. Da ist es klar, dass sie bereits einige namhafte Nachhaltigkeitspreise wie die «goldene Sonne» der Migros, «Schweizer Solarpreis» oder auch die «goldene Lerche» der MUT-Stiftung gewonnen haben. Für Emscha bedeutet Nachhaltigkeit aber nicht nur ein Label, auch wenn sie nach 100% Bio-Knospe Richtlinien produzieren. Die Region, dessen Verwurzelung und die Liebe für regionale Rohstoffe leben sie in ihren Produkten aus. So stellen sie die Jogurtfruchtstoffe und Konfitüren wenn möglich nur noch mit einheimischen Früchten und Beeren her und süssen sie auch nur mit einheimischen Rübenzucker – Import ist nur dann ein Thema, wenn es wirklich nicht anders geht. Aber auch probiert Simon Hofstetter, der den Betrieb zusammen mit seinem Vater leitet, alles Mögliche und hatte bei Mango auch schon mal das Tropenhaus Wolhusen im Visier – leider waren diese Mangos nicht Bio-zertifiziert, sonst wären auch die «aus der Region, für die Region».

Emscha ist die erste Nullenergie-Käserei der Schweiz.

Emscha ist die erste Nullenergie-Käserei der Schweiz.

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Wieso Schafmilch?

Schafe sind keine Ziegen und somit ist Schafmilch nicht mit Ziegenmilch zu vergleichen. Das milde Mandelaroma und der hohe Anteil ungesättigter Fettsäuren, sind wichtige Argument für Schafmilch aber bei weitem nicht die einzigen. Vor allem die Verträglichkeit und die leichte Verdauung haben der Schafmilch ein Comeback beschert. Verglichen zu den 54 unterschiedlichen Eiweissen der Kuhmilch, welche die menschliche Verdauung abzubauen hat, weisst Schafsmilch nur gerade 9 Eiweiss auf und haften an kleineren Fettmolekülen als bei der Kuhmilch. Je kleiner die Fettkügelchen, um so grösser deren Oberfläche und somit mehr Angriffsfläche für unsere Magensäfte – kleinere Kügelchen werden schneller und leichter verdaut. Das hilft vor allem Personen mit einer «falschen» Laktoseintoleranz resp. Eiweissallergien, die vorwiegend Probleme bei der Verdauung von Kuhmilch und deren Eiweissen haben. Diese Art der Allergie wird leider oft nicht als solche erkannt, sondern als Laktoseintoleranz diagnostiziert. Da hilft vielleicht der einfache Tipp vom Schafmilch-Experten Simon Hofstetter:

«Probier’s mal mit Schafmilch – täglich bitte!»

Mähh(r) Käse geht nicht

Jeder Handgriff sitzt und alles ist getaktet – von der Lernenden bis zum Produktionsleiter wissen alle was zu tun ist. Ein schön gemilchtes Zahnrädchen lernen wir bei der Besichtigung der Käserei Emscha kennen. Von der Kamera lassen sich die knapp 10 der über 18 Mitarbeitenden nicht ablenken, denn bei der Produktion der 12 unterschiedlichen Produktlinien, muss man den Überblick behalten. Alleine bei den Joghurtsorten sind es 12 unterschiedliche Geschmacksrichtungen, von Mocca und Zwetschgen – unsere Favoriten – zu Natur, Heidelbeere, Holunderblüte und viele weitere. Neben den berühmten Joghurts sind auch die 10 verschiedene Schafskäsevarianten von weich, halb-hart bis hart und noch härter eine Spezialität der Emscha. Kleiner Tipp: Den Pecorino Lucerna und das Natur-Engeli muss man probiert haben. Wer etwas mutiger ist, probiert das Hanf-Engeli. Wir durften dem Ober-Käser Thomas über die Schulter schauen und einige Produktionsschritte begleiten. Dabei war das Zusammenspiel zwischen Handwerk, Wissen und Unterstützung durch kleine wie auch grosse Maschinen sehr spannend zu beobachten. Vor allem das Gespür, die Liebe zum Produkt und die langjährige Erfahrung konnten wir hautnah miterleben. Ach ja, apropos Erlebnis: Besichtigungen und Einblicke in das Handwerk der Käserei und Hof sind auf emscha.ch und schafbuur.ch buchbar.

Reger Betrieb herrscht in der Käserei. Jeder Handgriff ist eingespielt und sitzt.
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Reger Betrieb herrscht in der Käserei. Jeder Handgriff ist eingespielt und sitzt.

Reger Betrieb herrscht in der Käserei. Jeder Handgriff ist eingespielt und sitzt.
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Reger Betrieb herrscht in der Käserei. Jeder Handgriff ist eingespielt und sitzt.

Reger Betrieb herrscht in der Käserei. Jeder Handgriff ist eingespielt und sitzt.
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Reger Betrieb herrscht in der Käserei. Jeder Handgriff ist eingespielt und sitzt.

Reger Betrieb herrscht in der Käserei. Jeder Handgriff ist eingespielt und sitzt.
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Reger Betrieb herrscht in der Käserei. Jeder Handgriff ist eingespielt und sitzt.

Reger Betrieb herrscht in der Käserei. Jeder Handgriff ist eingespielt und sitzt.
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Reger Betrieb herrscht in der Käserei. Jeder Handgriff ist eingespielt und sitzt.

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Vom Melken zum Genuss – alles an einem Fleck

Neben dem Hof und der Käserei betreibt die Familie Hofstetter auf dem Gelände der Emscha einen kleinen Hofladen und ein Bed and Breakfast (B&B), welches sich perfekt für ein Wochenendausflug in die UNESCO Biosphäre Entlebuch eignet – auch als grosse Familie mit grossem Hunger zum Frühstück. Denn frischer und vielfältiger als an diesem Frühstück oder im Hofladen bekommt man die leckeren Spezialitäten der Emscha nirgendwo. Dazu kommen nicht nur die Schafmilch-Produkte der Emscha sondern auch viele weitere Leckereien, wie das selbstgebackene Bauernbrot, die Konfitüren, eigene Salami oder Trockenfleisch-Erzeugnisse, frischer Apfelsaft oder hausgemachter Tee, welche die Familie selber herstellt. Eine sehr sehr erfinderische, fleissige und unternehmerische Familie. Danke durften wir euch besuchen!

Die Lieblingsprodukte kann man direkt bei ab Hof kaufen.
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Die Lieblingsprodukte kann man direkt bei ab Hof kaufen.

Der Hofladen ist 365 Tage in Selbstbedienung geöffnet.
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Der Hofladen ist 365 Tage in Selbstbedienung geöffnet.

Die Familie Hofstetter betreibt auch ein B&B – das vielfältige, regionale Frühstück darf man auf keinen Fall verpassen!
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Die Familie Hofstetter betreibt auch ein B&B – das vielfältige, regionale Frühstück darf man auf keinen Fall verpassen!

Gäste geniessen im B&B Schafbuur eine tolle Aussicht auf den farbigen Garten und natürlich die vielen Schäflis.
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Gäste geniessen im B&B Schafbuur eine tolle Aussicht auf den farbigen Garten und natürlich die vielen Schäflis.

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Tipps & Infos

Autoren

Rahel & Ron teilen die Freude an kulinarischen Erlebnissen, spannenden Produzenten und packender Fotografie. Gemeinsam sind die beiden für unseren Blog in der Biosphäre Entlebuch unterwegs und erzählen Stories hinter den «Echt Entlebuch» Produkten der UNESCO Biosphäre Entlebuch. Echte Geschichten aus dem Entlebuch. hurrah.ch