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Projekte für die Natur

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Für das bedrohte Wiesel läuft ein aktuelles Förderprojekt in der Biosphäre / © Marcel Ruppen

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Mit dem Anlegen von "Wieselburgen" werden die bedrohten Wiesel gefördert

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Für folgende Arten laufen aktuell Förderprojekte:

Wiesel

Das Mauswiesel ist neben dem Hermelin eine unserer zwei einheimischen Wieselarten und zählt zu den kleinsten Beutegreifern der Schweiz. Die Hauptnahrung der Wiesel sind Mäuse. Eine Wieselfamilie erbeutet pro Woche 50 bis 100 Mäuse. Wiesel haben selber auch viele Frassfeinde wie Greifvögel und Füchse, insbesondere wenn die nötigen Verstecke (Hecken, Säume, Ufervegetation entlang von Bächen) in der offenen Landschaft verschwinden. Die UNESCO Biosphäre Entlebuch setzt sich daher für eine wieselfreundliche Kulturlandschaft mit vielen natürlichen Lebensräumen ein.

Bitte melden Sie uns Ihre Wieselbeobachtung oder wenden Sie sich für eine kostenlose Beratung zur Wieselförderung an das Biosphärenzentrum.

Frösche

Die UNESCO Biosphäre Entlebuch fördert Amphibien, die alle unter Schutz stehen, aktiv mit Massnahmen. So werden mit Freiwilligen und im Rahmen der Vernetzungsprojekte mit Landwirten neue Weiher angelegt und bestehende Laichgewässer und Landlebensräume gepflegt. Mit der Unterstützung von lokalen Tierfreunden werden zwischen Flühli und Sörenberg Froschhäge aufgestellt. Dies verhindert jährlich den Strassentod von Tausenden von Individuen, wenn die Frösche im Frühjahr ihr Laichgewässer aufsuchen.

Grasfroschpaar
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Grasfroschpaar

Froschhag
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Aufstellen eines Froschzaunes in Sörenberg

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Für folgende Lebensräume laufen aktuell Förderprojekte:

Biodiversität im Siedlungsraum

Die UNESCO Biosphäre Entlebuch setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung im Siedlungsraum ein, dazu zählt auch das Aufwerten naturnaher Flächen und die Sensibilisierung für die Biodiversität (Artenvielfalt). Im Rahmen des Projektes werden mit Schüler und Schülerinnen der Region Aktionstage «Biodiversität ums Schulhaus» durchgeführt und im Frühjahr 2019 wurden Blühstreifen mit einheimischen Wildpflanzen angesät. Diese sollen mindestens zwei Jahre nicht gemäht werden, wovon diverse Tiere (Schmetterlinge, Wildbienen, Vögel) profitieren, die hier Unterschlupf und Nahrung finden.

Am Aktionstag «Biodiversität ums Schulhaus» konnten die Kinder Wildbienen ganz nah beobachten.
Blühstreifen im Siedlungsraum - Eine bunte Augenweide für alle – ein Festmahl für Schmetterlinge, Wildbienen und Co.

Moorlebensräume

Die Erhaltung und Förderung intakter Moorlebensräume ist uns wichtig, weshalb wir uns in Richtung eines Kompetenzzentrums für Moore entwickeln möchten.

Kulturland – Landwirte fördern Biodiversität

Auch die Entlebucher Landwirte leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Ohne Mähen würden beispielsweise viele artenreiche Alpwiesen verbuschen. Seit 2002 sind ausserdem sämtliche Gemeinden der UNESCO Biosphäre Entlebuch einem sogenannten Vernetzungsprojekt angeschlossen. In den Vernetzungsprojekten werden verschiedene Tiere und Pflanzen - sogenannte Zielarten - im Landwirtschaftsgebiet gefördert. Mit Hecken, Blumenwiesen, Flachmooren, Hochstamm-Obstgärten und Einzelbäumen setzen sich die Landwirte für Feldhasen, Gartenrotschwanz und viele andere Zielarten ein.

Die UNESCO Biosphäre Entlebuch führt im Auftrag der Gemeinden eine Überprüfung dieser regionalen Vernetzungsprojekte durch und verfasst regelmässig einen Bericht zum Vorkommen und der Entwicklung der Zielarten für das ganze Entlebuch. Resultate der letzten Feldüberprüfung finden Sie hier: Bericht Feldüberprüfung

Ohne Mähen würden artenreiche Alpwiesen verbuschen

Kontakt

Für aktuelle Informationen zu den Förderprojekten wenden Sie sich bitte direkt an Dr. Eva Frei, Verantwortliche für die Bereiche Natur und Landschaft.
Telefon direkt: +41 (0)41 485 88 72, e.freibiosphaere.ch