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Projekte für die Natur

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Für das bedrohte Wiesel läuft ein aktuelles Förderprojekt in der Biosphäre / Copyright: Marcel Ruppen

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Mit dem Anlegen von "Wieselburgen" werden die bedrohten Wiesel gefördert

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Für folgende Arten laufen aktuell Förderprojekte:

Wiesel

Das Mauswiesel ist neben dem Hermelin eine unserer zwei einheimischen Wieselarten und zählt zu den kleinsten Beutegreifern der Schweiz. Die Hauptnahrung der Wiesel sind Mäuse. Eine Wieselfamilie erbeutet pro Woche 50 bis 100 Mäuse. Wiesel haben selber auch viele Frassfeinde wie Greifvögel und Füchse, insbesondere wenn die nötigen Verstecke (Hecken, Säume, Ufervegetation entlang von Bächen) in der offenen Landschaft verschwinden. Die UNESCO Biosphäre Entlebuch setzt sich daher für eine wieselfreundliche Kulturlandschaft mit vielen natürlichen Lebensräumen ein.

Bitte melden Sie uns Ihre Wieselbeobachtung oder wenden Sie sich für eine kostenlose Beratung zur Wieselförderung an das Biosphärenzentrum.

In der Medienmitteilung vom 30. Oktober 2018 berichten wir über die ersten Erfolge des Projekts.
 

Mehlschwalben

Die Mehlschwalbe gilt als Prioritäre Art für den Naturschutz in der Schweiz und ist gefährdet. Sie brütet im Gegensatz zur Rauchschwalbe immer an der Aussenseite von Gebäuden und hat eine mehlweisse Bauchfarbe. Ihr Rückgang ist auf das Verschwinden von naturnahen Elementen in der Kulturlandschaft zurückzuführen. Durch das Betonieren und versiegeln von Plätzen und Strassen findet sie kaum noch Lehmmaterial für den Bau ihrer Nester. Im Entlebuch ist die Mehlschwalbe noch verbreitet und brütet auf zahlreichen Hofarealen. Die UNESCO Biosphäre Entlebuch informiert Landwirte beim Neubau von Scheunen bezüglich schwalbenfreundlicher Fassade und verteilt künstliche Nisthilfen.

Mehlschwalbe im Flug / Copyright: Otto Samwald
Wer Nester der Mehlschwalbe bei sich am Haus toleriert wird belohnt – sie verfüttern bis zu 1kg der uns lästigen Fliegen und Mücken

Frösche

Die UNESCO Biosphäre Entlebuch fördert Amphibien, die alle unter Schutz stehen, aktiv mit Massnahmen. So werden mit Freiwilligen und im Rahmen der Vernetzungsprojekte mit Landwirten neue Weiher angelegt und bestehende Laichgewässer und Landlebensräume gepflegt. Mit der Unterstützung von lokalen Tierfreunden werden zwischen Flühli und Sörenberg Froschhäge aufgestellt. Dies verhindert jährlich den Strassentod von Tausenden von Individuen, wenn die Frösche im Frühjahr ihr Laichgewässer aufsuchen.

Grasfroschpaar
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Grasfroschpaar

Froschhag
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Aufstellen eines Froschzaunes in Sörenberg

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Für folgende Lebensräume laufen aktuell Förderprojekte:

Moorlebensräume

Die Erhaltung und Förderung intakter Moorlebensräume ist uns wichtig, weshalb wir uns in Richtung eines Kompetenzzentrums für Moore entwickeln möchten.

Kulturland – Landwirte fördern Biodiversität

Auch die Entlebucher Landwirte leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Ohne Mähen würden beispielsweise viele artenreiche Alpwiesen verbuschen. Seit 2002 sind ausserdem sämtliche Gemeinden der UNESCO Biosphäre Entlebuch einem sogenannten Vernetzungsprojekt angeschlossen. In den Vernetzungsprojekten werden verschiedene Tiere und Pflanzen - sogenannte Zielarten - im Landwirtschaftsgebiet gefördert. Mit Hecken, Blumenwiesen, Flachmooren, Hochstamm-Obstgärten und Einzelbäumen setzen sich die Landwirte für Feldhasen, Gartenrotschwanz und viele andere Zielarten ein.

Die UNESCO Biosphäre Entlebuch führt im Auftrag der Gemeinden eine Überprüfung dieser regionalen Vernetzungsprojekte durch und verfasst regelmässig einen Bericht zum Vorkommen und der Entwicklung der Zielarten für das ganze Entlebuch. Resultate der letzten Feldüberprüfung finden Sie hier: Bericht Feldüberprüfung

Ohne Mähen würden artenreiche Alpwiesen verbuschen

Sehen Sie sich folgende spannende Kurzfilme zu Wieseln an: