Schon früher wurde das Zyberli im Entlebuch angebaut. Doch weil die gelben und blauen Früchte im Verhältnis zum Fruchtfleisch einen recht grossen Kern haben, setzten die Obstbauern irgendwann lieber auf andere Pflaumenarten. Das Zyberli geriet in Vergessenheit.
Seit 2008 erlebt die kleine Frucht jedoch ein Revival. Grund dafür ist die Gründung des Zyberlilandes. Franz Koch erinnert sich noch gut, als 2008 die ersten Bäume auf seinem Land gesetzt wurden. «Wir mussten Drahtnetze um die Wurzeln der Jungbäume wickeln, um sie vor gefrässigen Mäusen zu schützen.» Die Zyberlibäume wurden nicht an beliebiger Stelle gepflanzt, sondern auf einer Matte, die besonders viel Licht bekommt. «Das Zyberli braucht nicht nur Höhe, sondern auch viel Sonne. Und auch dann benötigt die Frucht sehr lange, bis sie reif ist.»